MELASSE
Melasse ein gesundes Energetikum und Heilmittel



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Der sirupartige Rückstand, der nach Abtrennung des auskristallisierenden Zuckers von der Mutterlauge übrigbleibt, wird Melasse genannt. Sie enthält keinen kristallisierbaren Zucker mehr, jedoch immer noch 30-40% Saccharose und viel Glukose.

Meist dient Melasse als Futtermittel, sie wird aber auch zur Alkoholgewinnung und zur Hefezucht gebraucht. Inzwischen hat man aber gelernt, die Melasse auch für die menschliche Ernährung und für medizini­sche Zwecke aufzubereiten.

Es ist außerordentlich erstaunlich, dass der anfänglich aus den Zuckerrohrhalmen gepresste Zuckerrohrsaft, der bis zur Ge­winnung von Kristallzucker und Melasse eine Reihe von chemischen Prozessen und starke Hitzeanwendung hinter sich hat, am Ende in Form der Melasse immer noch ein ernährungsphysiologisch und medizinisch interessantes Produkt hinterlässt.

Beim weißen Fabrikzucker fällt das völli­ge Fehlen von Vitaminen und die fast völli­ge Abwesenheit von Mineralien und Spu­renstoffen auf. Dagegen weisen diese Stof­fe in der Melasse hohe bis sehr hohe Werte auf. Sie übertreffen darin sogar noch den Honig um ein Vielfaches. Wir haben kein Lebensmittel mit einer so hochwertigen Ausstattung an lebenswichtigen Wirk­stoffen.

Die Unzweckmäßigkeit, ja sogar Schäd­lichkeit des raffinierten Fabrikzuckers wur­de an einer ganzen Reihe von Beispielen gezeigt. Wir wissen heute mit Sicherheit, dass die in einer Frucht gewachsenen, natürlichen Wirkstoffkomplexe ganz anders und meist viel besser wirken als einzelne, isolierte oder synthetisch hergestellte Wirk­stoffe, seien es nun Vitamine oder Mineral­- und Spurenstoffe.

Im Gegensatz zum reinen Industriezucker ist der unveränderte und ungeschwe­felte Zucker in der Melasse ein Kraft- und Wirkstoffpaket ersten Ranges.

Es ist erstaun­lich, wie lange man den Wert dieser Nähr­- und Wirkstoffquelle für die menschliche Ernährung nicht erkannt hat und die Me­lasse lediglich als Abfallprodukt der Weiß­zuckergewinnung behandelt und nur als Tierfuttermittel benutzt hat.

Heute ist die Melasse als Brotaufstrich und Nährmittel in Reformhäusern und anderen Lebensmittelgeschäften in bester Qualität und zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

Die Bedeutung der Melasse als Nahrungs­mittel und Energetikum ist nicht mehr zu bezweifeln.

Immer mehr ist auch von einer medizini­schen Bedeutung der Melasse die Rede. Al­lein schon auf Grund der ungewöhnlich hohen Wirkstoffwerte ist eine medizinische Anwendung und Wirksamkeit anzuneh­men. Tatsächlich liegt auch eine Reihe von Erfahrungsberichten über die Anwendung der Melasse in Krankheitsfällen vor, in de­nen gute Heilwirkungen erzielt wurden.

In einer Broschüre des Engländers Cyrill Scott wurden die Erfahrungen unter dem Titel “Die schwarze Melasse” (Titel des englischen Originals: “Crude Black Molas­ses – Nature’s Wonder Food”) zusammen­ gefasst.
Während man heute sagen muss, dass der weiße Industriezucker mit größter Wahr­scheinlichkeit bei zahlreichen Krankheiten als ursächlicher Faktor mitwirkt, ist die unraffinierte schwarze Melasse ein natürli­ches, wirksames, heilend oder zumindest bessernd wirkendes Mittel in zahlreichen Krankheitsfällen.

Cyrill Scott berichtet in seiner Broschüre über Heilwirkungen durch die Melasse­therapie bei folgenden Krankheitszustän­den:

Anämien verschiedener Ursachen
Blasenleiden, Gallensteine
Dermatitis, Ekzeme, Psoriasis
Herz-Kreislauf-Störungen (Hypertonie, Angina pectoris)
Arthritis, Geschwüre (bis zur Bösartig­keit)
Fingernägel-, Haut- sowie Haarstörun­gen
Nervenstörungen (Neurosen, Nerven­schwäche)
Verstopfung und Colitis

Die Vielfalt der Krankheiten, auf die die Melasse wirken soll, fordert natürlich den Vorwurf der “Unwissenschaftlichkeit” her­aus. Man muss jedoch bedenken, dass alle “Wissenschaftlichkeit” zunächst mit Erfah­rungen beginnt.

Auf eine wissenschaftliche Arbeit über die rohe Melasse macht Cyrill Scott auf­merksam. Sie wurde von der “Sugar Re­search Foundation Inc.” in New York veröf­fentlicht. An der Staatsuniversität von Ohio (USA) sollen Untersuchungen über die Inhaltsstoffe die stattliche Zahl von 64 verschiedenen Bestandteilen im Zucker­rohrsaft und in der rohen Melasse ergeben haben. Eine wissenschaftliche Auswertung liegt noch nicht vor.

MEHR... http://www.j-lorber.de/gesund/ernaehrung/melasse.htm